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    October 25

    2.Strelasundquerung

    Die 2. Strelasundquerung –das neue „Tor nach Rügen“

     

    Das Kernstück der insgesamt 4.100 m langen
    2. Strelasundquerung zwischen der Ortsumgehung Stralsund und der AS Altefähr bildet ein rund 2.830 m langer Brückenzug. Das parallel zum bestehenden Rügendamm verlaufende Gesamtbauwerk setzt sich aufgrund unterschiedlicher Überbaukonstruktionen aus sechs Einzelbauwerken zusammen, nämlich den Vorlandbrücken Stralsund, der Ziegelgrabenbrücke, den Vorlandbrücken Dänholm und Strelasund sowie der Strelasundbrücke. Ingenieurtechnisch herausragend ist die ca. 600 m lange Schrägseilbrücke, die den Ziegelgraben zur Freihaltung für die Schifffahrt mit 198 m bzw. 126 m bei 42 m Durchfahrtshöhe stützenfrei überspannt. Mit seinem markanten, 128 m hohen Pylon bildet dieses Bauwerk auch den architektonischen Höhepunkt des Brückenzugs, der als das „neue Tor nach Rügen“ zu einem weiteren Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund werden dürfte.

    Für die 2. Strelasundquerung – AS Bahnhof Rügendamm bis AS Altefähr – liegt das Baurecht mit Planfeststellungsbeschluss vom 30. März 2004 vor. Es beinhaltet die ergänzende Anlage eines dritten Fahrstreifens, der jenach Verkehrsbedürfnis jeweils der vorherrschenden Verkehrsrichtung zugeordnet werden kann. Feierlicher Baubeginn für das mit einer Gesamtlänge von 2.831 m derzeit längste Brückenbauwerk in Deutschland war am 31. August 2004. Seitdem werden die Arbeitensowohl von Stralsunder Seite als auch von Altefähr aus zügig vorangetrieben. Gleichzeitig wurde mit den Gründungsarbeiten am Pylon der Ziegelgrabenbrücke begonnen.

    Europaweites Ausschreibungsverfahren

    Nachdem die erste Ausschreibung als Mautprojekt im April 2003 aufgehoben werden musste, sind die Bauleistungen für die ca. 4.100 m lange
    2. Strelasundquerung im Sommer 2003 im offenen Verfahren europaweit erneut ausgeschrieben worden. Zahlreiche renommierte Baufirmen aus dem In- und Ausland beteiligten sich. Das wirtschaftlichste Angebot wurde durch die Bietergemeinschaft Walter Bau AG vereinigt mit Dywidag/Max Bögl abgegeben. Nach der Insolvenz von Walter Bau und Dywidag wird das Projekt nunmehr allein von Max Bögl realisiert. Die Auftragssumme beträgt ca. 85 Mio. EUR). Ein erheblicher Anteil der Bauleistungen wird durch regionale Nachunternehmer, Lieferanten und vor Ort eingestellte Arbeitskräfte erbracht.

    Die „Tropfenform“ als maritimes Gestaltungsmerkmal

    Die Ziegelgrabenbrücke (BW 2), eine Schrägseilbrücke, überspannt die ca. 330 m weite Wasserfläche mit einem trotz der 196 m bzw. 126 m Spannweite noch sehr schlanken Stahlüberbau, der von einem 128 m hohen Pylon aus von Seilabspannungen getragen wird. Gerade durch die Asymmetrie ergibt dies ein elegantes und wohl proportioniertes Tragwerk. Die acht vom Pylon ausgehenden Seilpaare sind harfenförmig angeordnet und bilden einen besonderen Blickfang. Insbesondere der Gestaltung des 128 m hohen Pylonswurde größte Sorgfalt gewidmet. Nach einem eingehenden Variantenvergleich erwies sich ein zweigeteilter Pylon mit einem Sockel aus Beton und einem schlanken Oberbauteil aus Stahl als die überzeugendste Lösung. Auf diese Weise wird die Großstruktur aufgelöst und optisch verkleinert, der Eindruck von Massigkeit wird vermieden. Der Überbau wird dabei als „Überspannter Balken“ vom Unterbau getrennt und auf Brückenlagern abgesetzt.Das besondere Gestaltungsmerkmal ist die „Tropfenform“als prägendes Strukturelement der Pfeiler und des Pylons. Die einem Segelmast nachempfundene maritime Formerwies sich wegen der günstigen Strömungswerte im Windkanal zudem als statisch vorteilhaft und damit wirtschaftlich. Mit der konsequenten Übertragung der am Pylon der Schrägseilbrücke definierten Gestaltungselemente auf sämtliche Vorlandbrücken wird die erwünschte einheitlich-harmonische Bindung der sechs Einzelbauwerke trotz unterschiedlicher Bauart erreicht.

    Planungs- und Baugeschehen
    zur B 96n Zubringer Stralsund/Rügen
    FESTLAND Juli 1994

    Januar 1995
    Oktober 1999 bzw. Mai 2001
    Februar 2000 bzw. Januar 2002
    Oktober 2001 bzw. Januar 2003
    April 2003 bzw. Juli 2003
    Ende 2004
    Raumordnungsverfahren
    (Bescheid)
    Linienbestimmung
    RE-Entwurf
    Sichtvermerk
    Planfeststellungsbeschluss
    Baubeginn
    Fertigstellung
    2. STRELASUNDQUERUNG Juli 2000
    Oktober 2000
    September 2001
    Januar 2002
    April 2001–April 2003


    März 2004
    August 2004
    IV. Quartal 2007
    Linienbestimmung
    RE-Entwurf
    Sichtvermerk
    Planfeststellungsbeschluss
    F-Modell
    (Vorinfo – Aufhebung
    Verfahren)
    Planergänzungsbeschluss
    Baubeginn
    Fertigstellung
    INSEL RÜGEN Juli 2000
    Oktober 2003
    Juni 2004
    Mai 2004

    2006
    2008
    Linienbestimmung
    RE-Entwurf
    Sichtvermerk
    Einleitung
    Planfeststellungsverfahren
    Baubeginn
    Fertigstellung

    Stralsund

    Eine Region im Brückenrausch (21.10.2007)

    330.000 Besucher feierten die Eröffnung der Rügenbrücke unter dem Motto „Deutschland schlägt Brücken“

    Stralsund, 21.10.2007 – Drei Tage feierten die Insel Rügen und die Hansestadt Stralsund gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus der gesamten Bundesrepublik die Eröffnung der Rügenbrücke, der längsten Brücke Deutschlands.

    Rügens Landrätin Kerstin Kassner freut sich: „Deutschlands größte Insel wird künftig verkehrstechnisch hervorragend angebunden und zu erreichen sein“. Stralsunds Oberbürgermeister Harald Lastovka bezeichnet die Rügenbrücke als geniales Brückenbauwerk der Neuzeit.

    Spektakulärer Höhepunkt der vielen Veranstaltungen war die musikalisch untermalte Licht- und Feuerwerksshow am Samstagabend. 20.000 Besucher verfolgten dieses Schauspiel auf der Hafeninsel in Stralsund und 25.000 vom Ufer der Insel Rügen. Die Inszenierung stellte den Brückenbau nach und ein blaues „Band“ von 3.000 Neonröhren versinnbildlichte den Brückenschlag von der Insel zum Festland.

    Mit insgesamt 330.000 Besuchern an allen drei Tagen wurden die Erwartungen der Organisatoren bei weitem übertroffen.
    Dank der guten Zusammenarbeit der zahlreichen Helfer konnte der enorme Besucheransturm gemeistert werden.

    Neue Rügenbrücke: Dank des Oberbürgermeisters der Hansestadt Stralsund (23.10.2007)

    15 Jahre lang war der Bau dieser Brücke ein Teil meiner Arbeit.
    Drei Jahre lang haben wir den Moment der Freigabe der Brücke herbeigesehnt.
    Drei Tage lang haben wir unsere neue Rügenbrücke gebührend eingeweiht.
    Ich danke allen von Herzen, die dieses architektonische Meisterstück erdachten, finanzierten und erbauten.
    Und ich danke allen, die dieses Fest zu einem Fest der Lebensfreude und des Gemeinschaftsgefühls werden ließen und das über viele Generationen in Erinnerung bleiben wird.

    Lastovka
    Oberbürgermeister

    October 03

    3.10.2007

    Gebrochenes Herz

    Gebrochenes Glück in Tausend Teilen,
    die Liebe entrinnt über tausende Meilen.
    Der Schmerz erfüllt mein Herz und sprengt es Stücke,
    der Dolch kennt nicht einmal soviel Tücke.

    Keine Absicht war das gebrochene Glück,
    aber denoch bleibt Trauer zurück.
    Das Licht der Hoffnung in mir verblasst,
    dem Leiden neuen Freiraum verschafft.

    Ich weis nicht wo wird es Enden,
    ich weis nur ich kann nun nicht wenden.
    Mein Weg der führt mich geradeaus,
    es ist nicht der Weg zu mir nach Haus.

    Das was kommen mag in neuer Zeit,
    ich zweifel das ich dazu bereit.
    Doch akzeptieren muss ich diesen Pfad,
    die Zukunft hält viel neues parat.